Falls man sich als Verbraucher für eine private Krankenversicherung entscheiden kann, dann sollte man die Angebote der verschiedenen Krankenkassen sehr genau vergleichen, da es natürlich verschiedene Tarife gibt. Grundsätzlich kann man private Krankenversicherungen nutzen, wenn man entweder eine bestimmte Art von Tätigkeit ausübt, oder wenn man als Arbeitnehmer ein bestimmtes Einkommen drei Jahre in Folge überschreitet (Versicherungspflichtgrenze). Neben diesen Arbeitnehmern mit einem Mindesteinkommen, haben grundsätzlich alle Selbstständigen, Freiberufler und Beamte die Wahlmöglichkeit, sich für die gesetzliche oder die private Krankenversicherung zu entscheiden. Während private Krankenversicherungen insbesondere für Einzelpersonen oftmals günstiger sind und auch generell bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung anbieten können, ist die private Krankenversicherung für Familien in der Regel teurer, weil nicht berufstätige oder gering verdienende Ehepartner und Kinder nicht kostenlos im Rahmen der Familienversicherung mitversichert werden können, wie es bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall ist. Von den Kosten her muss man also oftmals vergleichen, ob die gesetzliche oder die private Krankenversicherung die günstigere Alternative darstellt. Anders sieht es jedoch aus, wenn man sich die Leistungen anschaut, denn hier bieten die privaten Versicherer in der Regel deutlich bessere und umfangreichere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung an. Private Krankenversicherungen erstatten zum Beispiel oftmals Behandlungen oder Hilfsmittel, die von der gesetzlichen Krankenversicherung gar nicht oder nur teilweise hinsichtlich der Kostenübernahme genehmigt würden.
Da es eine Reihe von verschiedenen Krankenversicherungen im
privaten Bereich gibt, ist ein Vergleich der Anbieter ratsam. In
den letzten Jahren gibt es besonders viele Direktversicherungen,
die sich auch im Bereich der privaten Krankenversicherung am Markt
etabliert haben. Diese Direktversicherer können sehr häufig
günstige Konditionen anbieten, da sie zum Beispiel auf ein teures
Filialnetz verzichten. Auf der anderen Seite muss man sich als
Versicherter aber genau die Leistungen anschauen, welche von den
Direktversicherern angeboten werden. Wenn man zum Beispiel von
Angeboten wie „private Krankenversicherung ab 60 Euro monatlich“
hört, so ist dieser extrem niedrige Beitrag fast immer auf den
„idealen“ Versicherten ausgerichtet. Dieser ideale Versicherte ist
zumeist 25-35 Jahre alt, berufstätig, hat keine gesundheitlichen
Beeinträchtigungen und nimmt den Mindestversicherungsschutz
hinsichtlich der zu erbringenden Leistungen in Anspruch. Fällt man
in irgendeiner Weise aus diesem Rahmen, werden die Beiträge auch
bei den Direktversicherern zum Teil deutlich höher. Insgesamt
stellt sich bei der privaten Krankenversicherung immer die Frage,
welche Leistungen man haben möchte, also welchen Tarif man
auswählt, und welchen Beitrag man für diese Leistungen dann bereit
ist zu zahlen. Mittlerweile gibt es in Deutschland übrigens mehr
als 50 verschiedene private Krankenversicherungen, wo die jeweilige
Versicherungsgesellschaft entweder als Krankenversicherung mit
eigenem Geschäftsstellennetz, oder auch als Direktversicherer
auftritt. Daher sollte man im Rahmen eines Vergleiches zunächst
einmal selektieren, sodass man sich anschließend mit nur noch
wenigen „Kandidaten“ näher beschäftigen muss.
