Private Krankenversicherung Vergleich

Um private Krankenversicherungen miteinander vergleichen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie kommen die Krankversicherungsbeiträge zustande. Die Beitragsberechnung bei den gesetzlichen Kassen, ist recht einfach, denn diese ergibt sich aus den festgesetzten Beitragssätzen. Bei den privaten Krankenversicherungen ist es anders, da berechnet sich der völlig unabhängig vom Einkommen. Der Versicherte zahlt die Leistung, die versichert werden soll, also den jeweils gewünschten Versicherungsschutz, mit eingerechnet, wird auch das Alter der Person, die sich privat krankenversichern möchte.

Private Krankenversicherung – alles, was man wissen muss

Wer sich eine Krankenkasse aussucht, hat die Qual der Wahl. Die verschiedensten Versicherungshäuser haben gute private Krankenversicherungen im Angebot. Gerade im Bereich der privaten Krankenkassen gibt es unzählige Anbieter auf dem Markt, die sich durch Service, Leistungen und auch Kosten unterscheiden. Wer eine private Krankenkasse wählt, sollte sich gut überlegen, welche Varianten der Absicherung er benötigt und welche Krankenkasse daher genau die richtige für ihn ist. Ein exakter Vergleich der Leistungen und Kosten hilft immens, sich für den Anbieter zu entscheiden, der auch für die nächsten Jahrzehnte den Patienten stets zufriedenstellen wird und die bestmögliche gesundheitliche Versorgung bietet.

Rundum gut versorgt mit der PKV

Gut versorgt durch eine private Krankenversicherung

Eine Krankenkasse braucht man einfach. Denn erstens herrscht in Deutschland eine Versicherungspflicht, das bedeutet, dass jeder Mensch die Pflicht hat, eine Krankenversicherung abzuschließen. Auf diese Weise wird gesichert, dass einerseits die Rechnungen für Ärzte und Krankenhäuser auch wirklich bezahlt werden können. Denn wenn man zum Beispiel eine teure OP oder eine langwierige Behandlung mit kostspieligen Medikamenten selbst bezahlen muss, kann das sehr schnell ins Geld gehen – vielleicht mehr, als man tragen kann. Zweitens wird durch die Versicherungspflicht grundsätzlich dafür gesorgt, dass niemand an einer Krankheit oder Schmerzen leiden muss, denn die Behandlungskosten werden auf jeden Fall getragen. So kommt die Pflicht zur Krankenversicherung jedem entgegen. Aber ob gesetzlich oder privat und bei welchem Anbieter – das sind die wichtigen Fragen.

Lohnenswert: die private Krankenversicherung

Grundsätzlich gilt, dass man sich entweder gesetzlich oder privat krankenversichern muss. Dabei gelten jedoch einige Grundsätze, wenn man sich gern über eine private Krankenversicherung absichern möchte und auf diesem Wege natürlich auch von besonderen Leistungen profitieren kann. Privat krankenversichern kann sich nicht jeder Mensch. Ein Arbeitnehmer etwa, der in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis steckt, muss zunächst grundsätzlich bei der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied sein. Nur, wer zu den Besserverdienenden gehört und über ein Einkommen verfügt, das über der Bemessungsgrenze liegt, hat die Chance auf eine private Krankenversicherung. Im Jahr 2015 wurde diese Grenze bei einem Jahresbruttoverdienst von 54.900 € festgelegt. Wer also mindestens ein so hohes Einkommen hat, kann frei wählen, ob er sich gesetzlich versichern lässt oder doch lieber die Vorteile einer privaten Krankenversicherung genießen möchte.

Wer jedoch nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, hat grundsätzlich diese Wahlmöglichkeit zwischen gesetzlich oder privat. Dazu zählen:

  • Schüler und Studenten (sofern nicht familienversichert über die Eltern)
  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • Beamte
  • Ärzte

Wer zu einer dieser Gruppen zählt, kann sich die Angebote, Vorteile und Kosten einer privaten Krankenversicherung einmal genauer anschauen, denn hier liegt eine echte Alternative zu einer freiwilligen Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Private Krankenversicherung: mehr Leistung fürs Geld

Zwar kostet eine private Krankenversicherung meist etwas mehr als eine gesetzliche, dafür sind aber auch viel mehr Leistungen enthalten, die sich auszahlen können. Zu denken ist hier etwa an

Mehr Leistung in der privaten Krankenversicherung
  • alternative Medizin (Heilpraktiker, Homöopath etc.)
  • Zahnersatz
  • Sehhilfen
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • freie Arztwahl
  • bessere Konditionen in Krankenhäusern (Einbettzimmer, Chefarztbehandlung)
  • unter Umständen Beitragsrückerstattungen möglich
  • maßgeschneiderter Versicherungsschutz nach Bedarf

Gerade, wenn man Bedarf an solchen Leistungen hat, kann eine PKV sich anbieten. Zumal es ja auch möglich ist, die Leistungspakete so zu schnüren, wie es gerade für den individuellen Fall am besten ist. Wenn man an Leistungen wie einen umfangreichen Zahnersatz denkt, können oftmals immense Arztrechnungen auf den Patienten zukommen, die im Fall der gesetzlichen KV selbst bezahlt werden müssen. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten zu großen Anteilen und tragen somit zu einem vollen Versicherungsschutz bei – zumal sich der Versicherte weniger Gedanken darüber zu machen braucht, welche medizinische Behandlung genau er sich leisten kann.

Vorteil: jung einsteigen, weniger zahlen

Gerade, wer noch recht jung ist, kann bei einer Mitgliedschaft bei einer privaten Krankenversicherung sehr profitieren. Denn die Tarife für junge Einsteiger sind bei einer privaten Krankenversicherung oftmals extrem günstig.

Dies gilt zum Beispiel für Studenten. Aber auch wer nicht studiert, aber zu einer der anderen Gruppen für eine private KV gehört, kann bei einer privaten KV gut einsteigen und von günstigen Tarifen profitieren. Denn die Tarife einer privaten Krankenversicherung staffeln sich nach verschiedenen Parametern. Das Alter ist einer davon. Wer also jung und gesund ist, kann von einem Anbieter einer privaten Krankenversicherung mit günstigen Beträgen rechnen, die jedoch gleichzeitig den vollen Versicherungsschutz garantieren. Die Variablen, die in die Berechnung des Tarifs hineinspielen, sind:

  • Alter
  • Geschlecht (wobei neuere Tarife Unisex sein müssen)
  • Vorerkrankungen
  • Selbstbeteiligung

Wer also noch recht jung ist und an keinen Vorerkrankungen leidet, kann das Glück haben, von einem günstigen Tarif zu profitieren, der jedoch den vollen Versicherungsschutz und umfassende Privatleistungen bei medizinischer Versorgung garantiert.

Wie genau sich der Beitrag zusammensetzt und welche Leistungen zu welchem Tarif inbegriffen sind, kann entweder ein Vergleich der Versicherungen online beantworten, oder man lässt sich vom Fachmann im Versicherungsbüro beraten.

Privat versichert als Student

Privat versichert als Student

Auch Studenten, die nicht über ihre Eltern familienversichert sind, sollten sich diese Möglichkeit einmal genauer anschauen. Bei privaten Krankenversicherungen gibt es meist besondere Tarife für Studenten, die erstens sehr günstig sind und zweitens – anders als bei den meisten gesetzlichen Krankenkassen – über einen relativ langen Zeitraum gelten, meist unabhängig von der Semesterzahl und auch bei Studenten, die älter als 30 Jahre sind. In dieser Zeit können Studenten von der freien Arztwahl profitieren und darüber hinaus viele Leistungen der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen, die von alternativen Heilmethoden über bessere Leistungen beim Zahnersatz bis hin zu einer optimalen Versorgung im Krankenhaus reichen.

Studenten bekommen je nach Anbieter günstigere Tarife. Je nach Anbieter kann eine private Krankenversicherung für Studenten demnach preislich mit der gesetzlichen Krankenversicherung mithalten, beinhaltet jedoch mehr Leistungen und Extras. Denn Studenten sind ja nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, haben also keinen Arbeitgeber, der den Arbeitgeberanteil einer gesetzlichen KV trägt. Die freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen KV kann also unter Umständen vergleichbar kostspielig sein wie die bei einer privaten KV. So lohnt es sich für Studenten oft, die umfassenden Versicherungsleistungen der privaten Krankenversicherung für einen günstigen Studententarif in Anspruch zu nehmen. Jedoch ist ein Wechsel zwischen privater und gesetzlicher KV nicht ohne weiteres möglich. Wer sich also als Student für eine private KV entscheidet, sollte es sich sehr gut überlegen und kalkulieren, denn diese Entscheidung betrifft einen langen Zeitraum.

Leistungen für den Patienten maßgeschneidert

In der gesetzlichen KV ist es ganz einfach: Der Gesetzgeber gibt vor, welche Leistungen inbegriffen sein müssen. Natürlich sind auch hier gewisse Extras zu finden, jedoch kann nur die private Krankenversicherung wirklich auf den einzelnen Versicherten mit seinen individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Man ist Brillenträger oder hat vielleicht eher Probleme mit den Zähnen? Oder man legt vielleicht eher weniger Wert auf das Einzelzimmer bei einem Aufenthalt im Krankenhaus? Dann bietet es sich an, entsprechende Bausteine mit in die Krankenversicherung aufzunehmen – umgekehrt können andere Elemente der Krankenversicherung natürlich auch weggelassen oder minimiert, sollten sie voraussichtlich ohnehin nicht benötigt werden.

Allerdings gilt hier trotzdem nicht das Prinzip „alles oder nichts.“ Es gibt auch Möglichkeiten, die genau austariert werden können. Zum Beispiel die Frage, zu wie viel Prozent die Zahnbehandlung erstattet oder bis zu welchem Betrag die Sehhilfen bezahlt werden sollen. Hier lässt es sich genau ausloten, welche Leistung man von der privaten KV gern erhalten möchte. Diese Art der Selbstbeteiligung wirkt sich natürlich auch auf den monatlichen Beitrag aus. Je mehr man bereit ist, selbst zu tragen, umso günstiger lässt sich der Tarif gestaltet. Wo genau der beste und günstigste Weg verläuft, lässt sich pauschal nicht ohne weiteres beantworten. Hier bieten sich bereits im Vorfeld Tarifrechner an, die es im Internet kostenlos einzusehen gibt. Auf diese Weise kann man, wenn man sich für eine private KV interessiert, ausloten, in welchem Bereich man sich etwa bewegen würde, um eine grobe Vorstellung von den Möglichkeiten der Leistungen und den Kosten einer privaten KV zu bekommen. Genau auf den Kunden individuell zugeschnitten kann der Fachmann im Versicherungsbüro beraten.

Beamte, Selbstständige und Co.

Nicht alle Personen, die bei einer privaten Krankenversicherung Mitglied sind, sind Angestellte, die über ein Einkommen oberhalb der Bemessungsgrenze verfügen und somit zu den Bessergestellten gehören. Eine private KV betrifft auch Berufsgruppen wie Beamte und Selbstständige. Hier spielen jedoch noch weitere Besonderheiten und Feinheiten mit hinein.

Selbstständig arbeiten, privat versichern

Wer selbstständig berufstätig ist, hat logischerweise keinen Arbeitgeber und kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Ein Selbstständiger ist somit nicht zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtet, ebenso gibt es keinen Arbeitgeberanteil, der die KV betrifft. Jedoch ist ein Selbstständiger auch nicht dazu verpflichtet, sich bei einer privaten KV zu versichern. Er kann es sich aussuchen: privat oder freiwillig versichert bei der gesetzlichen Krankenkasse. Welche Variante nun besser ist, kann nicht pauschal entschieden werden, sondern betrifft den Einzelfall. Ein sorgfältiger Vergleich über Kosten und Leistungen ist unumgänglich, und auch sollte klar sein, dass es sich um eine schwerwiegende Entscheidung handelt. Denn der Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist nicht immer ohne weiteres möglich. Auf der einen Seite des Vergleichs sollten also die Leistungen stehen, die man zu erwarten hat, auf der anderen Seite die Kosten, die dadurch entstehen. Es kristallisiert sich auf diese Weise leicht heraus, ob eine private KV für den Selbstständigen mit ihren Leistungen lohnenswert ist. Ein Blick darauf lohnt sich auf jeden Fall, denn von den umfangreichen Leistungen der privaten Krankenversicherung kann man sicherlich profitieren – ein Privileg, das sich Selbstständige immer vor Augen halten sollten.

Private Krankenkasse für Beamte

Private Krankenversicherung für Beamte

Etwas komplizierter liegt die Sache bei Beamten und Beamtenanwärtern. Auch hier liegt ja kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor, sondern eben eine verbeamtete Beschäftigung. Für Beamte und Beamtenanwärter zahlen generell nicht in die staatlichen Sozialversicherungen, also Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung ein. Daher müssen sie sich privat absichern, sind im Fall der KV dazu sogar verpflichtet. Wobei sozialversicherungspflichtig Angestellten der Arbeitgeberanteil greift, gibt es bei Beamten und Beamtenanwärtern die Beihilfe. Der Dienstherr beteiligt sich nämlich in diesen Fällen an den Arztrechnungen, Sehhilfen, Krankenhausaufenthalten etc. Damit ist prinzipiell eine private Krankenversicherung für Beamte und Beamtenanwärter die günstigere Alternative. Der Anspruch auf Beihilfe gilt nämlich ausschließlich für die private KV – nicht aber für die gesetzliche Krankenkasse. Somit ist es für Beamte und Beamtenanwärter in den meisten Fällen finanziell günstiger, die private KV zu wählen, um den Anspruch auf Beihilfe geltend zu machen und nicht den kompletten Beitrag zur Krankenversicherung selbst aufbringen zu müssen. Da lohnt es sich, den Anspruch auf Beihilfe durch den Dienstherrn geltend zu machen und zu günstigen Konditionen den hochwertigen Versicherungsschutz durch eine private KV zu erhalten. Welche Leistungen beihilfefähig sind und zu welchem Anteil bezuschusst werden (bis zu 100 %) hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von

  • der Familiensituation,
  • dem Selbstbehalt
  • und dem jeweils geltenden Recht auf Landes- oder Bundesebene.

Betrifft die private KV die Familienversicherung, gelten Beihilfesätze ebenfalls für Ehepartner und Kinder. Wie hoch die Beihilfe im Einzelfall genau ist, kann variieren und muss erstens mit der Beihilfestelle des Dienstherrn und mit der privaten KV abgeklärt werden.

Wenn die Rechnung kommt

Eine Behandlung muss bezahlt werden – das haben alle Krankenversicherungen gemeinsam. Nur: Wie funktioniert die Zahlung, wenn man bei einer privaten Krankenversicherung Mitglied ist? Schließlich liegt auch bei einer privaten KV die übliche Versicherungskarte vor, die man beim Arzt abgibt. Nur leider funktioniert bei den privaten Krankenkassen die Abrechnung nicht ganz so unbürokratisch und einfach für den Patienten auf direktem Wege. Aber wenn man ein paar Spielregeln beachtet, verbergen sich bei den Zahlungsmodalitäten keine Hindernisse und Stolpersteine, sondern sogar geldsparende Möglichkeiten.

Bei der gesetzlichen Krankenkasse läuft die Abrechnung direkt zwischen Arzt und Krankenkasse. Im Gegensatz dazu ist bei der privaten Krankenversicherung der Versicherte zwischengeschaltet. Der Arzt, das Krankenhaus, der Heilpraktiker, der Optiker o. Ä. schreibt eine Rechnung, die direkt an den Patienten geschickt wird. Der Patient als Versicherter muss nun einerseits die Rechnung begleichen und andererseits bei der privaten KV (und bei Beamten auch bei der Beihilfestelle) einreichen, um sein Geld erstattet zu bekommen – natürlich je nachdem, ob es einen Selbstbehalt in einer bestimmten Höhe gibt. Auf diese Weise bleibt beim Patienten selbst nur der etwaige Selbstbehalt als Kostenpunkt, der Rest wird von der privaten Krankenkasse und ggf. bei Beamten der Beihilfestelle getragen.

Der Nachteil bei dieser Abrechnungsart ist natürlich beim Versicherten der bürokratische Aufwand. Formulare müssen ausgefüllt und eingereicht sowie der Geldfluss kontrolliert und nachgehalten werden. Auch kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass der Patient in Vorleistung treten und mitunter hohe Kosten vorstrecken muss, bis das Geld erstattet wird. Jedoch zur Beruhigung: In den meisten Fällen arbeiten die privaten Krankenversicherungen sehr schnell, sodass es zu keinem Loch im Geldbeutel des Versicherten kommt. Nur erledigt werden wollen die Formalitäten durchaus, und zwar möglichst zügig, damit die Begleichung der Rechnungen reibungslos vonstattengehen kann.

Vorteile der Abrechnung bei der privaten KV:

  • volle Kontrolle über die Kosten
  • Transparenz der Arztrechnungen
  • zuverlässige Erstattung

Der große Vorteil allerdings ist die perfekte Kostenkontrolle. Bei der gesetzlichen Versicherung geht die Abrechnung am Patienten vorbei, was zwar komfortabel ist, aber der Patient selbst ist nur wenig darüber informiert, welche Kosten genau durch die Behandlung verursacht wurden. Der Privatpatient dagegen hat einen exakten Überblick über jeden einzelnen Posten der Rechnung und kann auf das Genaueste nachvollziehen, wie sich die Rechnungen zusammensetzen. Diese Kostenkontrolle ist ein großes Plus für die Art der Abrechnung mit der privaten Krankenkasse, denn schließlich möchte man transparent haben, welche Behandlung Kosten in welcher Höhe verursacht.

Eine Variante, die man nicht aus den Augen verlieren sollte, wenn es an die Bezahlung der Arztrechnung geht: Viele private Krankenversicherungen bieten eine Beitragserstattung in einem bestimmten Rahmen an, wenn der Versicherungsschutz nicht in Anspruch genommen wurde. So kann es günstiger sein, zunächst alle anfallenden Rechnungen des Jahres selbst zu bezahlen und am Jahresende einen Kassensturz zu machen. Wie hoch waren die Rechnungen, und wie hoch wäre die zu erwartende Erstattung der Beiträge? Manchmal kann es dann nämlicher günstiger sein, auf die Begleichung der Rechnung zu verzichten – wenn die Erstattung der Beiträge höher als die Kosten wäre und unter dem Strich der Jahresbilanz ein Plus steht. Ob sich dieser Vorteil der privaten Krankenkasse ausschöpfen lässt, sollte man auf jeden Fall gut nachprüfen und kann vielleicht gutes Geld sparen.

Zusatzversicherungen auf privater Basis

Nicht alle Personengruppen kommen in den Genuss, von einer privaten KV profitieren zu können. Sozialversicherungspflichtig Angestellte unterhalb der Bemessungsgrenze gehören ohne Zweifel in die gesetzliche Krankenversicherung. Doch gibt es hier Möglichkeiten, den Mindestschutz durch die gesetzlichen Krankenversicherungen durch private Vorsorge aufzustocken. So kann man, wenn man schon nicht das Privileg der vollständigen privaten Krankenversicherung genießt, dennoch einige private Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Auf diese Weise erhalten gesetzlich versicherte Personen zumindest in bestimmten Teilbereichen den Status der Privatpatienten.

Besonders gut passen die folgenden privaten Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Basisversicherung:

  • Zahnersatz
  • alternative Medizin (Heilpraktiker, Homöopath etc.)
  • Auslandsreise-Krankenversicherung
  • Krankenhauszusatzversicherung
  • Vorsorgeuntersuchungen

Auch als Versicherungspakete werden diese Zusatzversicherungen von der PKV angeboten, sodass die Versicherungsleistungen bereits optimal aufeinander abgestimmt sind. Wen man in manchen Bereichen der Krankenversicherungen die Behandlung als Privatpatient in Anspruch nehmen möchte, sollte man sich auf jeden Fall ein paar Angebote über private Zusatzversicherungen einholen und genau vergleichen, was die Details mit Kosten, Selbstbehalt etc. betrifft.

Die Begleichung der Rechnungen, die sich auf die Zusatzleistungen beziehen, läuft dann natürlich analog der Abrechnung, wie sie bei der privaten KV üblich ist. Der Patient erhält die Rechnung ausschließlich über die Zusatzleistungen, die er zwar bezahlt, dann aber im Rahmen des Vertrags von der Versicherung erstattet bekommt – natürlich abzüglich möglicher Selbstbehalte.

Auf diese Weise lassen sich durch private Zusatzversicherungen die Lücken der gesetzlichen KV schließen, und der Versicherte genießt in vielen Punkten die Privilegien eines Privatpatienten.

Private KV: für jeden das Passende dabei

Die privaten Krankenkassen haben somit Versicherungen im Angebot, die wirklich für jeden das Richtige bieten. Gehört man zu den Kreisen, die die Möglichkeit einer privaten KV haben, können viele Vorteile als Privatpatient genutzt werden. Und auch, wenn diese Option nicht besteht, kann sich eine Aufstockung durch private Zusatzversicherungen auf jeden Fall lohnen. Welche Variante nun gerade die optimale ist, lässt sich bei einer Beratung leicht herausfinden, damit immer die beste gesundheitliche Versorgung garantiert ist.

Krankenversicherung zu entscheiden, weil man entweder selbstständig ist oder man eine bestimmte Einkommensgrenze überschritten hat, sollte man vor dem Abschluss der Versicherung die verschiedenen Angebote, also die unterschiedlichen Krankenversicherungen, miteinander vergleichen. Dieser private Krankenversicherung Vergleich ist darum sehr wichtig, weil sich nicht nur die Preise, also die Höhe des zu zahlenden Krankenversicherungsbeitrages unterscheiden, sondern im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung auch deutliche Leistungsunterschiede zwischen den privaten Krankenversicherungen bestehen.

Den bestmöglichen Vergleich für die private Krankenversicherung durchführen – So geht’s

Einen Vergleich kann man auf verschiedene Art und Weise durchführen bzw. durchführen lassen. In erster Linie empfiehlt sich das Internet, um die verschiedenen privaten Krankenversicherungen miteinander zu vergleichen. Hier findet man zahlreiche Webseiten, die bereits einen solchen Vergleich durchgeführt haben und dessen Ergebnisse man sich kostenlos auf der jeweiligen Homepage betrachten kann. Bereits durchgeführte Vergleiche haben allerdings den Nachteil, dass diese nur sehr allgemein gehalten sind und die persönlichen Wünsche und Vorstellungen des einzelnen Verbrauchers nicht berücksichtigt wurden. Daher ist in diesem Bereich eine weiterführende Art des Vergleich für die private Krankenversicherung empfehlenswert. In diesem Fall sieht man sich nicht nur Ergebnisse eines Vergleichs an, sondern man kann einige individuelle Daten online in einem so genannten „Vergleichsrechner“ erfassen. Zu diesen Daten zählen zum Beispiel das Geschlecht, das Geburtsdatum, der gewünschte Leistungsumfang und weitere Angaben, die einen Einfluss auf die Höhe des Beitrages haben könnten.

Der kostenpflichtige Vergleich für private Krankenversicherungen

Das angezeigte Ergebnis, welches man aufgrund dieses Vergleiches erhält, berücksichtigt dann schon deutlich mehr individuelle Faktoren. Auch solche Arten des Anbietervergleichs sind in der Regel kostenlos auf bestimmten Webseiten durchzuführen. Falls man den private Krankenversicherung Vergleich allerdings sehr individuell in der Form durchführen möchte, dass man die Ergebnisse im Anschluss daran praktisch direkt als zu stellenden Antrag nutzen kann, muss man in der Regel einen kostenpflichtigen Vergleich nutzen. Dieser wird ebenfalls im Internet angeboten, aber zum Teil auch von Fachzeitschriften (Stiftung Warentest etc.) angeboten. Solch ein Anbietervergleich kostet zwischen 15 und 30 Euro und berücksichtigt dann auch alle persönlichen und individuellen Aspekte des Kunden. So wird neben den persönlichen Angaben wie Geschlecht, Geburtsdatum etc. auch jede einzelne Leistung erfragt, und ob diese bei der gewünschten Versicherung mit eingeschlossen werden soll, oder ob sie nicht benötigt / erwünscht ist. Optionale Leistungen können zum Beispiel die Chefarztbehandlung bei stationären Aufenthalten im Krankenhaus oder eine Zuzahlung zu Kuren sein. Ferner muss man im Rahmen des individuellen Vergleichs auch Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen, da dieser sich ebenfalls auf die spätere Höhe des Beitrages für die private Krankenversicherung auswirkt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass man einen Vergleich bezüglich der privaten Krankenversicherung so individuell wie möglich durchführen sollte, da sehr viele Faktoren einen Einfluss auf die Höhe des Beitrages haben, den man dann im Folgenden mitunter über viele Jahre hinweg zahlen muss. Versäumnisse oder Fehler beim Vergleich können daher auf Dauer sehr viel unnötiges Geld kosten.

Um einen guten Vergleich anstreben zu können, sind konkrete Fragestellungen stets hilfreich. Um Krankenversicherungen vergleichbarer zu machen, stellen Sie sich beispielsweise folgende Fragen:

  • In welchem Umfang soll die PKV die Kosten für ambulante Behandlungen übernehmen?
  • Sollen Kuren und/oder Kurleistungen durch die PKV versichert sein?
  • Welche Leistungen sollen rund um die Zahnmedizin versichert sein?
  • Welche Leistungen werden rund um das Krankenhaustagegeld geboten?
  • Gibt es Möglichkeiten der Kostenerstattung bei Sehhilfen?